Dünge-1x1


Sie sind sich nicht sicher, wann und mit welchen Mitteln Sie Ihre Pflanzen düngen sollen? Hier finden Sie alle wichtigen Infos auf einen Blick
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Foto: pixelio.de@jutta-rotter/PIXELIO'
Auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben - mit dem richitgen Dünger gedeihen Ihre Pflanzen bestimmt

Weshalb düngen?

Auch Pflanzen brauchen Nahrung, sonst werden sie schwach und anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Zimmerpflanzen brauchen fast ganzjährig gute Versorgung. Im Garten düngt man zu Beginn der Wachstumszeit besonders viel und Mitte des Sommers nochmals, je nach Düngerform und Entwicklungsstand.

Die wichtigsten Nährstoffe

Stickstoff (N) lässt Blätter, Stiele und Früchte wachsen und fördert den Aufbau von Pflanzenmasse (Photosynthese). Mangelzeichen: hellgrüne Blätter, wenig Wachstum. Phosphor (P) für Blüten, Früchte und Samen – ist in Kompost oft reichlich vorhanden. Wählen Sie Volldünger mit reduziertem Phosphorgehalt (z.B. »Compo Blaukorn Entec«). Mangelzeichen: kleine blaugrüne Blätter, schwache Ausbildung von Blüten, Wurzeln und Trieben. Kalium (K) festigt das Gewebe, auch gegen Frost. Erhöht die Wasseraufnahme, verbessert Geschmack, Größe und Farbe von Früchten. Mangelzeichen: schlechte Haltbarkeit von Früchten und Geschmack, ältere Blätter trocknen vom Rand her ein. Schwacher Wuchs.


Organisch oder mineralisch?

Der Pflanze ist das egal, denn Nährstoffe können von den Wurzeln nur in kleinste Bausteine zerlegt aufgenommen werden. Organische Dünger (z.B. der aus Vogelmist gewonnene Guano, Hornspäne, Knochenmehl) fördern das Bodenleben, und es gibt keine Verbrennungen. Nachteilig sind die späte Umsetzung und das nur grob einzuschätzende Freiwerden der Nährstoffe. Organische Dünger müssen deshalb sehr früh eingearbeitet werden, weil sie erst von Bodenlebewesen aufgeschlossen werden müssen. Mineralische Dünger (z.B. Blaukorn, Kalkammonsalpeter, Kalimagnesia) sind Salze, die von der Pflanze schnell und gezielt aufgenommen werden. Nachteil sind mögliche Verbrennungen bei Überdosierung.

Mischdünger

Sie ergänzen die organischen Stickstoffkomponenten durch natürliche Minerale wie Kali, Phosphor, Kalk und Spurenelemente. Besonders in Neuanlagen und bei Pflanzungen von Stauden und Gehölzen haben sie sich als Bodenaktivatoren bewährt. Gesteinsmehl aus fein gemahlenem Naturstein (z.B. Basalt) erhöht den Anteil an pflanzenstärkenden Mineralien im Boden. Es bindet die Nässe und unterbindet Gerüche. Deshalb wird es Kompost beigefügt, ebenfalls zu Guano.

Flüssige und feste Dünger

Flüssige Dünger gibt es in organischer Form auf der Basis von tierischem Guano oder pflanzlichen Materialien (z.B. Zuckerrüben). Sie sind besonders praktisch bei Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen, denn sie lassen sich leicht dosieren und mit dem Gießwasser ausbringen. Dies gilt auch für Düngerlösungen auf mineralischer Basis. Im Garten haben sie den Vorteil, dass man einzelne Pflanzen gezielt über die Blätter oder Wurzeln fördern kann, ohne alle Pflanzen düngen zu müssen. Feste Dünger, organisch oder mineralisch, gibt es für Zimmer- und Kübelpflanzen als Stäbchen oder Tabletten, die man in die Erde steckt. Monatelang bieten sie gute Versorgung. Doppelt wirksam sind Combi- Stäbchen, da sie neben Düngesalzen auch Insektizide gegen Läuse, Weiße Fliege und Spinnmilben enthalten.

Kalken

Ohne Kalk wächst nichts, er ist sehr wichtig beim Zellenaufbau. Außerdem macht Kalk im Boden festgelegte Nährstoffe mobil, wirkt günstig auf die Kleinlebewesen und verbessert die krümelige Struktur des Bodens. Böden und Erden versauern durch Ernteentzug, Regen und Auswaschen. Außer Moorbeeten brauchen deshalb alle Böden und Rasen im Abstand von drei bis vier Jahren in den Wintermonaten Düngekalk oder Algenkalk.

Makro- und Spurenelemente

Eisen (Fe) und Magnesium (Mg) sind wichtige Makronährstoffe, die alle Pflanzen neben den oben erklärten Hauptnährstoffen N, P und K zum Ausbilden von Blattgrün (Chlorophyll) brauchen. Fehlt es an Eisen oder wird es durch zu viel Kalk festgesetzt, hellen sich die Blattflächen auf und das Wachstum kommt zum Erliegen (Chlorose). Abhilfe: Zitrusdünger »Fetrilon«. Magnesium gibt Rasen, Rhododendron- und Azaleenblättern eine schöne dunkle Farbe. Mangel zeigt sich bei Nadelgehölzen durch Braunfärbung. Abhilfe: Spezialdünger und Bittersalz. Spurenelemente wie Kupfer, Bor, Mangan, Zink und Molybdän benötigen die Pflanzen in winzigen Mengen zum Aufbau von Wurzeln und Früchten. Kommt es zu Mangel, hilft gießen oder spritzen übers Blatt mit hochwertigen Flüssigdüngern.

Langzeitdünger

Einmal düngen für die ganze Saison: Langzeitdünger geben ihre Nährstoffe je nach den Witterungsbedingungen und dem Bedarf der Pflanzen dosiert über einen längeren Zeitraum von drei bis sechs Monaten allmählich ab. Dabei kommt es weder zu Verbrennungen noch zu Überdüngung oder Auswaschungen in den Untergrund. Diese Form der Düngung ist sicher und bequem.

Kompost

Kompost entsteht durch Verrotten organischer Garten- und Küchenabfälle in offenen Kompostmieten oder Thermokompostern. Nicht geeignet sind Fleischreste und Knochen sowie Samen tragende Unkräuter. Das selbst erzeugte Recylingmaterial steht nach vier bis zwölf Monaten zum Verbessern des Humusgehaltes im Boden und zum Pflanzen bereit. Kompost wirkt wie ein schwach dosierter Volldünger, der alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis, aber in geringer Menge enthält. Eine dünne Schicht von 3 mm (30 Liter/qm) auf schweren und 5–7 mm (50–70 Liter/qm) auf sandigen Böden eingearbeitet, reicht als jährliche Grundversorgung für Schwachzehrer wie Stauden und Gehölze.


Veröffentlicht in Gartenidee

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