Die richtige Erde


Kräuter, Seerosen oder Apfelbäume – Pflanzen haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Ob sie sich gut entwickeln oder den Sommer über schwächeln, das hängt entscheidend von der Erde ab. So treffen Sie die richtige Wahl.
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Foto: pixelio.de@Ernst-Rose/PIXELIO'

Für Kateen: Kakteenerde

Wasser speichernde Sukkulenten und Kakteen aus Trockengebieten brauchen ein sandiges Spezialsubstrat, das stauender Nässe und faulenden Wurzeln vorbeugt. Nach dem Säen und Umtopfen im Frühjahr benötigen die Pflanzen bis August Feuchtigkeit und Langzeitdünger. Wurzel-Aktivator im Substrat verbessert die Nährstoffaufnahme.

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Foto: pixelio.de@Christine/PIXELIO'

Für Balkonpflanzen: Balkon-/Geranienerde

Nährstoffreich, humos, von stabiler Struktur, locker und luftig: In einer solchen Erde gedeihen und blühen Balkonpflanzen prächtig. Der Nährstoffvorrat hält für 4–6 Wochen vor, dann sorgt Guano als natürlicher Stickstoff für weiteres Wachstum und Knospenansatz. Diese Balkonerde nimmt schnell Feuchtigkeit auf und speichert sie lange.

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Foto: pixelio.de@MG/PIXELIO'

Für Obstbäume: Gartenpflanzerde

Diese gedüngte Pflanzerde für draußen ist zum Beispiel praktisch für Obstbäume. Diese Erde eignet sich für viele Zwecke, spart Platz und ist bequem. Sie taugt für fast alle Pflanzarbeiten und zum Vermischen mit dem Boden in Pflanzlöchern von Gehölzen oder als 10-cm-Schicht zum Verbessern der oberen Bodenschicht auf Blumen- und Staudenbeeten sowie im Gemüsegarten.

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Für Würzkräuter: Aussaat-/Kräutererde

Torffrei und schwach gedüngt, das ist für Würzkräuter sowie Jungpflanzen und Stecklinge wichtig. Wenn man gesunde Aromen schätzt, gewinnen Umwelt schonende Substrate wie dieses an Bedeutung. Sie werden aus huminsäurereichen Holzresten, Rindenhumus, Kokosfasern und Algen gewonnen. Sie eignen sich auch für Saaten.

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Foto: pixelio.de@Ernst-Rose/PIXELIO'

Für Topfpflanzen: Zimmerpflanzenerde

Topfpflanzen verbringen ihr ganzes Leben in Töpfen und Kübeln. Vernässen und Verdichten des Substrats kann die sauerstoffbedürftigen Wurzeln verfaulen lassen. Eine dauerhafte Struktur ist deshalb besonders wichtig. Bei dieser Erde fördern Perlite als leichter, stabilisierender Bestandteil, Langzeitdünger und viel lockerer Humus die Pflanzengesundheit.

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Foto: pixelio.de@Romy2004/PIXELIO'

Für Rosen: Rosenerde

Pflanzzeit für Rosen in Containern ist das ganze Jahr, für Rosen mit nackten Wurzeln von November bis März. Geben Sie spezielle Rosenerde ins Pflanzloch, die milde Naturdünger wie z.B. Guano enthält und viel Humus, denn Huminsäuren regen das Wurzelwachstum an. Ton steigert die Wasserhaltekraft im Boden. Gründlich anschlämmen.

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Foto: pixelio.de@Christian-Nittmann/PIXELIO'

Für Wasserpflanzen: Teicherde

Wasserpflanzen wie z.B. Seerosen werden am besten in Körbe gepflanzt. Das stellt spezielle Ansprüche an die Erde. Sie soll keine sofort löslichen Dünger enthalten, eher Langzeitdünger mit vielen Spurenelementen. Sand, Ton und reichlich Torf fördern die Bildung neuer Wurzeln. Teilen und umpflanzen können Sie von April bis Mitte Juni.

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Für Rhododendron & Co.: Moorbeeterde

Rhododendren, Azaleen, Lavendelheide, Heide und Kamelien brauchen torfreiche saure Erde rund um den Pflanzballen, sonst gehen sie ein. Trick für kalkreiche Böden: Große Pflanzlöcher mit Unkrautvlies ausschlagen und mit reichlich gedüngter Moorbeeterde auffüllen, dann pflanzen. Günstige Pflanzzeit ist während der Blüte, ansonsten rund ums Jahr.

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Foto: pixelio.de@Joujou/PIXELIO'

Für Gemüse: Tomaten-/Gemüseerde

Stark zehrende Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und Kohlgewächse brauchen humusreiches und gut gedüngtes Kultursubstrat. Langzeitdünger sorgen 4–6 Wochen lang für genügend Nährstoffe, dann entfaltet der Naturdünger Guano bis zur Reife seine Wirkung. Ideal für Gewächshäuser, Frühbeete und Naschgemüse in Kübeln.

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Foto: pixelio.de@RainerSturm/PIXELIO'

Für Zitrusfrüchte: Zitruserde

Zitronen, Orangen, Mandarinen und Kumquats lieben saure Erde und reichlich Nährstoffe, denn sie wachsen, blühen und fruchten mehrmals im Jahr. Günstig sind torffreie Erden, z.B. aus Rindenhumus, Holz- und Kokosfasern. Diese ist vorgedüngt für 16–20 Wochen (mit Eisendünger). Blähton beugt Verdichten und Vernässen vor.

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Für Orchideen: Orchideenerde

Humusreiche Erde ist für die extrem lufthungrigen Wurzeln der meisten Orchideen ungeeignet. Vielmehr gedeihen sie prächtig in einem speziellen torffreien Substrat aus Brocken von Rindenhumus, Pinienrinde, Kokos- und Holzfasern. Die nährstoffarme Mischung leitet schnell und sicher Feuchtigkeit ab, die sonst leicht zum Abfaulen der Wurzeln führt.

Tipp: Erden nicht lange lagern
Verbrauchen Sie Erde innerhalb eines halben Jahres, denn der enthaltene Mineraldünger löst sich mit der Zeit. Dabei können sich seine Eigenschaften verändern.


Veröffentlicht in Gartenidee

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