Gesundheit aus dem eigenen Garten: Selbst angebautes Obst und Gemüse


Wer sich mit frischem, unbelastetem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau ernährt, hält sich fit und wird weniger krank. – Und es schmeckt auch besser.
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Foto: pixelio.de@Siegfried-Bayer/PIXELIO'
Bunt ist gesund: Schon im Garten sind Kohl, Rüben, Brokkoli, Lauch und Tomaten eine Augenweide. Die leuchtenden Farben spielen nicht nur optisch eine Rolle. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Farbstoffe haben gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Selbst säen, selbst ernten. Das macht nicht nur riesigen Spaß, es hat auch noch einen hohen gesundheitlichen Nutzen. Im eigenen Garten kontrolliert man den Anbau selbst, der Geschmack ist meist besser als der von gekaufter Ware. Supermarktprodukte haben oft einen weiten Weg hinter sich und durch die lange Lagerung Vitalstoffe eingebüßt. Am gesündesten ist Obst und Gemüse, wenn es gleich nach der Ernte verzehrt wird. Vom Baum, Strauch oder Beet direkt auf den Tisch. Heute weiß man, dass nicht nur die primären Inhaltsstoffe der Pflanzen (Kohlehydrate, Fette, Eiweiß) und ihre Vitamine eine Rolle bei der gesunden Ernährung spielen.

Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Mit ihren sekundären Pflanzenstoffen – Duft-, Farb- und Geschmacksstoffen – schützt sich die Pflanze vor Schädlingen und Krankheiten. Genau diese Stoffe übernehmen auch Schutzfunktionen für unsere Gesundheit. Beispielsweise der rote Farbstoff Lycopin. Er ist vor allem in Tomaten vorhanden und wirkt zellschützend und vorbeugend gegen Krebs. Für den Geruch und Geschmack von Lauch bzw. Zwiebelgewächsen sind Sulfide verantwortlich. Sie haben antibakterielle Eigenschaften und fördern die Verdauung. Äpfel, Trauben und Beerenfrüchte wie Johannisbeere, Heidelbeere oder Holunderbeere gehören zu den Allroundtalenten in Sachen Krankheitsabwehr. Deshalb sollte mindestens eine dieser Pflanzen in Ihrem Garten stehen. Alles, was Sie dort ziehen, ist unbelastet, vor allem, wenn Sie Biosaatgut mit natürlichen Resistenzen gegen Krankheiten und organischen Dünger verwenden. Probieren Sie es aus.

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Foto: Food & Foto

Äpfel mit Schale essen, hier stecken die meisten wertvollen Biosubstanzen drin. Äpfel aus dem Garten oder vom Biohof sind unbelasteter als Massenware.

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Radieschen enthalten Senföle, die Leber und Galle anregen. Sie haben antibakterielle Eigenschaften und entschlacken.

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Bohnen sollten Sie vor dem Verzehr kochen. Dadurch wird das enthaltene gesundheitsschädliche Phasin weitgehend zerstört.

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Die Früchte des Sanddorns wirken verjüngend und schützen vor Erkältungen.

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Weintrauben: Ihr Inhaltsstoff Resveratrol schützt die Gefäße und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

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Rote Bete: Das super gesunde Knollengemüse schützt die Zellen, wirkt antibakteriell und Blut bildend.

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Foto: pixelio.de@dixiland/PIXELIO'

Erbsen enthalten viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Sie sind das Gartengemüse mit dem höchsten pflanzlichen Eiweißanteil.

Wichtige sekundäre Pflanzenstoffe:

Carotinoide (rote, gelbe auch sattgrüne Farbstoffe)

z.B. enthalten in: Möhren, Sanddorn, Spinat, Paprika, Brokkoli, Kürbis
Wirkung: Stärken Sehkraft und Immunsystem, können Krebs vorbeugen

Flavonoide (sitzen oft in und unter der Schale)

z.B. enthalten in: Beeren, Rote Bete, Äpfel, Zitrone, Kohl, Salat
Wirkung: Entzündungshemmend, senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Tannine (Gerbstoffe, phenolische Säuren)

z.B. enthalten in: Trauben, Tee, Preiselbeeren, Hülsenfrüchte
Wirkung: Hemmen Wachstum von Bakterien u. Viren (z.B. bei Harnwegsinfektionen

Lycopin (roter Farbstoff)

z.B. enthalten in: Tomaten, Grapefruit, Hagebutten, Wassermelone
Wirkung: Schützt die Zellen und vor vorzeitiger Hautalterung

Sulfide (schwefelhaltige Stoffe)

z.B. enthalten in: Lauch (Porree), Zwiebeln, Knoblauch, Grünkohl
Wirkung: Entzündungshemmend, fördern die Verdauung, immunstärkend


Veröffentlicht in Gartenidee

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