
Gesund und bunt
Grünkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Weißkohl, Wirsing – die bunte Kohlfamilie macht Appetit. Setzen Sie das leckere und supergesunde Wintergemüse auf Ihren Speiseplan. Kohl enthält besonders viele Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Der Anbau hat in Deutschland eine lange Tradition, aber leider sind viele regionaltypische Sorten für den modernen Erwerbsanbau unrentabel geworden. Sie verschwinden langsam vom Markt.
Im Nutzgarten, Blumenbeet oder auf dem Balkon
Hobbygärtner können dagegen aus einem interessanten Sortiment wählen. Grünkohl lockt z.B. mit hohen und niedrigen Sorten – der kleinen pikanten "Lerchenzunge" oder dem rotlaubigen "Redbor". Dieses attraktive Gemüse hat einen Platz im Blumenbeet oder Balkonkasten verdient, genauso wie der Miniweißkohl "Micro F1". Kohl braucht viel Pflege. Robuste Sorten erleichtern die Arbeit und liefern erfolgreiche Ernten. Dazu zählen gegen Kohlhernie resistente Weißkohlsorten wie "Kilaton" oder "Kilaxy F1".

Aussaat, Standort, Boden und Schädlingsabwehr
Die Aussaat für frühe Sorten erfolgt im März, für späte Sorten ab Mitte April (vorkultivieren oder aus dem Gartenmarkt). Abgehärtete Pflänzchen können nach ca. sechs Wochen ins Freiland. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit nährstoffreicher Erde. Leicht kalkhaltige Böden sind günstig. Kohl will Platz im Beet. Lassen Sie je nach Art und Sorte 30 bis 60 cm Abstand. Die Erde darf nicht austrocknen, besonders im Juli/August. Hier hilft eine Mulchschicht. Es lohnt sich, vom Auspflanzen bis zur Ernte ein Insektenschutznetz über die Beete zu spannen. Das hält zuverlässig Schädlinge fern.
Vielfalt an Farben, Formen, Struktur und Geschmack

Grünkohl
Hat einen kräftigen Geschmack. Rote Sorten geben schöne Zierpflanzen.

Wirsingkohl
Zählt zu den milden Kohlsorten. Die Blätter haben eine geriffelte Struktur.

Zierkohl
Eignet sich für Wok-Gerichte – aber nur der aus eigenem Anbau.

Spitzkohl
Ähnlich wie Weißkohl, jedoch feinrippiger und mit zarter Blattstruktur.
Info: So gelingt Rotkohl

Kohl – 2,5 kg für 8 Portionen – in Streifen schneiden, in 200 g Butterschmalz und 250 g Zwiebeln anbraten. Gleich zu Anfang mit Essig oder Zitronensaft beträufeln (so behält er die Farbe). 1 kg geschälte Äpfel in Stücken, 125 g Zucker oder Kandis, 1,5 EL Salz, 1/8 l Rotweinessig und eine mit 10 Nelken gespickte Zwiebel zufügen. 1,5 bis 2 Stunden garen lassen.
Tipp: Zum Ende der Garzeit ein Schälchen Cranberries zugeben, noch mal abschmecken.
Tipp: Sauerkraut selbermachen

Zutaten: 1 Kopf Weiß- oder Spitzkohl, Salz, Weißwein, Wacholderbeeren, Steinguttopf, Holzstampfer, Gemüsehobel, ein ausgekochtes Leinentuch
- Auf 1 kg Kohl rechnet man 10–30 g Salz. Den Kohl waschen, die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Den Kohl mit einem Gemüsehobel fein hobeln. Schichtweise Kohl und Salz in den gründlich gereinigten Steintopf füllen. Das Ganze stampfen, bis der austretende Saft alles bedeckt. Mit Weißwein und Wacholderbeeren verfeinern.
- Mit einem Leinentuch abdecken, einen Teller darauf legen und mit einem sauber geschrubbten Stein beschweren. Bei Zimmertemperatur gut 2 Wochen gären lassen. Wöchentlich Leinentuch, Teller und Stein reinigen. Das Kraut sollte immer mit Flüssigkeit bedeckt sein, sonst mit Wein auffüllen. Fertiges Kraut kühl lagern.
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