
1. Pflanzzeit beachten
Stauden und Gehölze möglichst nicht im Sommer pflanzen. Viel besser wachsen die Pflanzen bei kühleren Temperaturen an, von Mitte August bis April. Oft ist die Aussaat an Ort und Stelle ohnehin sinnvoller, denn ungestört anwurzelnde Pflanzen wie Chinakohl, Petersilie oder Sonnenblumen, haben es dann leichter, sich aus tieferen Bodenzonen mit Wasser zu versorgen.
2. Boden bedecken
Mulchen Sie den Boden 4–6 cm hoch mit Materialien wie Holzhäcksel, Rindenprodukten oder Rasenschnitt. Möglich sind in Staudenbeeten oder Steingärten auch Beläge mit Kies oder Schotter. Unkrautvlies oder schwarze Folie hindern nicht nur Wildkraut am Durchwachsen, sie halten auch die Feuchte im Boden. Gefälliger sieht es aus, wenn Sie auf dem Vlies Kiesel oder Rindenmulch ausbringen. Auch Kübelpflanzen trocknen langsamer aus, wenn Sie das Erdreich mit einer Filzscheibe oder Dekomulch bedecken.
3. Tageszeit nutzen
Die beste Zeit zum Bewässern ist der frühe Morgen, in der Hitze des Tages verdunstet zu viel Wasser, und abends profitieren vor allem die Schnecken von der Feuchtigkeit.
4. Seltener wässern
Wässern Sie nicht jeden Tag in kleinen Mengen, sondern seltener, dafür aber gründlich. Rasen und Gemüsebeete brauchen bei Hitze zweimal pro Woche je ca. 10 l/qm.
5. Gezielt gießen
Bei flächigem Gießen geht viel Wasser verloren. Gießen Sie gezielt und mit weichem Strahl dicht an die Pflanzenwurzeln, auf keinen Fall über Blätter und Blüten brausen. Gießen Sie einzelne Pflanzen ruhig mit der Kanne. Nicht immer ist es nötig, den Schlauch zu öffnen. Falls doch, haben sich Multifunktionsbrausen mit leicht zu wechselnden Einstellungen bewährt, die eine sparsame Dosierung des wertvollen Wassers möglich machen.
6. Untersetzer füllen
Setzen Sie durstige Kübelpflanzen wie z.B. Oleander auf einen Untersetzer. Diesen mit Wasser füllen, nach einer halben Stunde abgießen, was nicht aufgenommen wurde. Mit dem Rest andere Pflanzen gießen.

7. Rosen sparsam gießen
Mit ihren Pfahlwurzeln können Rosen Feuchtigkeit aus tiefen Schichten saugen, ihre harten Blätter verdunsten wenig Wasser. Deshalb nur bei längerer Hitze durchdringend gießen. Außerdem vertragen Rosen kein Beregnen von oben. Die Blüten werden schnell fleckig, die Blätter von Krankheiten befallen. Besser sind Tropfschläuche oder Kleinregner, die unter das Blätterdach sprühen.
8. Tröpfchenbewässerung
Dabei kommt jeder Tropfen den Pflanzen zugute. Besonders effektiv in Verbindung mit Bodenfeuchtesensoren, die den genauen Bedarf der Pflanzen ermitteln. Je nach System erfolgt dies elektrisch (z.B. Gardena), mit Holzzylindern (Beckmann) oder Tonkegeln (Blumat). Für Garten und Balkon.
9. Schläuche verlegen
Perlschläuche schwitzen langsam und schonend Wasser aus. Sie werden im oder auf dem Boden verlegt. Sprühschläuche können Sie zwischen die Reihen im Nutzgarten oder auf den Rasen legen. Sie verteilen das Wasser mit feinem Strahl auf kleiner Fläche.
10. Gießringe einsetzen
Effektiv sind Gießringe rund um Gehölze, sie lenken das Wasser in den Wurzelbereich.
11. Bewässerungscomputer
Sie steuern sowohl für Regner als auch für Tröpfchenbewässerungen Intervalle und Dauer der Bewässerung, auch die Menge des ausgebrachten Wassers wird genau dosiert.
12. Regenwasser
Dies gibt es zum Nulltarif. Hierzu benötigen Sie eine spezielle Ableitung im Fallrohr, die das Wasser in die Tonne leitet.
Kennen Sie schon das Micro-Drip-System?

Veröffentlicht in Gartenidee

